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Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee

Verfassungskonvent auf Herrenchiemsee



Verabschiedet wurde das Grundgesetz für die Bundesrepublik Deutschland zwar in Bonn, doch wichtige Vorarbeit dazu leistete ein Konvent von Sachverständigen, der 1948 zwei Wochen lang auf der Herreninsel im Chiemsee tagte. Zum 50. Jahrestag des Konvents wurde am Tagungsort im Alten Schloss auf Herrenchiemsee ein Museum eröffnet. Die Dauerausstellung veranschaulicht die Entstehungsgeschichte des Grundgesetzes mit Filmaufnahmen, Tondokumenten und Texttafeln.



Den Wirt des Hotels im Alten Schloss auf Herrenchiemsee plagten im Sommer1948 ernste Sorgen. Kaum Gäste hatte er in den Nachkriegsjahren. Die Lage änderte sich, als der bayerische Ministerpräsident Hans Ehard vorschlug, ein Gremium von Fachleuten im Schlosshotel Grundzüge einer neuen Verfassung für Deutschland erarbeiten zu lassen.

Der „Ausschuss von Sachverständigen in Verfassungsfragen“ tagte vom 10. – 25. August im Schloss. Mit ihrem Abschlussbericht legten die von den Ministerpräsidenten der westlichen Besatzungszonen berufenen Sachverständigen bereits einen Entwurf für das Grundgesetz vor. Die Bedeutung dieses Entwurfs war anfangs sehr umstritten – manche sahen den Konvent als „Privatveranstaltung“ an, über die die Ministerpräsidenten ihre Vorstellungen einbringen wollten. Doch zuletzt zeigte sich, dass der Herrenchiemseer Entwurf das später vom Parlamentarischen Rat erarbeitete Grundgesetz wesentlich vorgeprägt hatte.

Ort der Beratungen war vor allem der Speisesaal des Schlosses. Beraten und diskutiert wurde damals Tag und Nacht. Bei schönem Wetter sollen die Verfassungsexperten auch auf der Wiese vor dem Gemäuer und im Biergarten gesessen und über das zu schaffende Grundgesetz gesprochen haben. Verlassen haben die Teilnehmer des Konvents die Insel in jenen Tagen nur selten. Ein Ausflug nach München mit Besuch im Hotel Bayerischer Hof soll stattgefunden haben.

Gestaltet wurde die Dauerausstellung über den Verfassungskonvent vom Haus der Bayerischen Geschichte. Eröffnet wurde sie erst 1998 – bis dahin erinnerte kaum etwas öffentlich sichtbar an die bedeutsamen Tage im August 1948. Nun ist dieser Abschnitt der deutschen Geschichte auf Herrenchiemsee wieder sichtbar. Zugleich finden sich allerdings auch Spuren aus früheren Zeiten. Schließlich hatte sich im Schloss 1873 auch der „Märchenkönig“ Ludwig II. einquartiert, um von dort aus den Bau seines neuen Schlosses zu verfolgen. In dem Saal, in dem der Verfassungskonvent seine Beratungen abhielt, hatte mehr als 70 Jahre zuvor der Monarch gespeist.



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