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Brauchtum im Chiemgau

Gelebtes Brauchtum im Chiemgau



Ob Schuhplatteln, Volkstheater oder Hoagart: Das Chiemgau gilt als eine Gegend, in der bayerisches Brauchtum auch heute noch einen hohen Stellenwert hat.



Als Hüter der Tradition versteht sich unter anderem der „Chiemgau Alpenverband für Tracht und Sitte“. Die Mitglieder halten unter anderem den Brauch des Schuhplattelns in regelmäßigen Veranstaltungen aufrecht. Zu den Anfangszeiten des Plattelns um 1800 warben die Burschen mit diesem Tanz um die Gunst der Dirndln – der jungen Mädchen. Später entwickelte sich der Schuhplattler mehr und mehr zum Schautanz. Verbunden wird das Platteln gern mit dem Dirndldrahn. Dabei dreht sich die Frau nach einem gemeinsamen Walzer mit ihrem Tanzpartner so schnell wie möglich kreiselartig um den Burschen, der währenddessen zur Musik schuhplattelt.

Wer die Gelegenheit bekommt, sollte sich auch unbedingt einen der immer wieder veranstalteten Trachtenumzüge ansehen. Hier marschieren oft mehrere tausend Trachtenträger, begleitet von Musikkapellen und geschmückten Wägen.

Kirchweih-Gans und Stubnmusi

Nach vollbrachter Arbeit traf man sich früher gern mit Nachbarn und Freunden vor dem Bauernhaus, um sich zu unterhalten, mt dem Einsatz verschiedener Musikinstrumente zusammen Musik zu machen und zu tanzen. Diese Treffen im „Heimgarten“ wurden im Bayerischen „Hoagart“ genannt. Im Herbst und wenn es auf Weihnachten zuging, fanden die Zusammenkünfte natürlich im Inneren des Hauses statt. In dieser Form werden sie auch heute noch zelebriert. Man sitzt in der Stube beisammen, die Musik spielt, Geschichten und Gedichte werden vorgetragen. Eintritt muss der Besucher zu so einem Hoagart nicht bezahlen. Doch man freut sich, wenn er einen kleinen Obolus in den herumgereichten Teller legt.

Der dritte Sonntag im Oktober ist traditionell das Datum des Kirchweih-Festes. Wer gerne gut isst, kann sich an diesem Tag an der Kirchweih-Gans und den eigens zu diesem Anlass hergestellten Nudeln laben. Für die Kinder wird an den Bäumen eine große Schaukel aufgehängt, die Kirta-Hutschn.

Gefeiert werden im Chiemgau auch alljährlich die Leonardi-Ritte, die an den heiligen Leonhard erinnern. Ursprünglich ein heidnischer Brauch aus germanischer Zeit, wurden die Weiheritte später von den Christen übernommen. Leonhard soll sich zu Lebzeiten vor allem um Arme und Gefangene gekümmert haben und wurde deshalb oft mit einer Kette am Handgelenk dargestellt. Da die Metallglieder viele Menschen an die Ketten für Kühe erinnerten, wurde Leonhard mit der Zeit zum Schutzpatron der Tiere, später speziell der Pferde. Bei den Umzügen zu Ehren von Leonhard werden auch heute noch Pferde gesegnet.



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